WEEKLY (KW 49)

Hallo und herzlich Willkommen zurück zur WEEKLY.
In eigener Sache beginnen wir den heutigen Blogeintrag mit einem Aufruf:
Das WEEKLY Team sucht aktuell Blogger_innen, die zu unterschiedlichen Themen (politisch, literarisch/künstlerisch, etc.) der queeren Community schreiben möchten.

Da der Blog von Ehrenamtler_innen geführt wird, können wir leider keine Aufwandsentschädigung anbieten – wenn ihr jedoch eine Ehrenamtsbescheinigung benötigt, kann diese nach einem gewissen Zeitraum ausgestellt werden.

Wenn ihr Interesse habt, Teil des WEEKLY Teams zu werden, meldet über die Kontakt-Seite.

Fangen wir gleich an mit den Nachrichten der vergangenen Wochen!

Homofeindliche Christin verklagt Starbucks

Eine Starbucks-Barista aus New Jersey möchte ihren ehemaligen Arbeitnehmer verklagen, da dieser sie wegen homofeindlicher Äußerungen gekündigt hatte. Ihre Kolleg_innen “bräuchten Jesus”, als sie im Rahmen des Pride-Monats regenbogenfarbene Shirts tragen sollte. Ihrer Meinung nach würde ein regenbogenfarbenes Shirt gegen ihre “Religionsfreiheit” verstoßen, denn damit würde sie “direkt den LGBTQ-Lifestyle promoten”.

Wie das ganze ausgehen wird, ist aktuell nicht bekannt.

Stiftung Mecklenburg hat Online-Ausstellung zu queerem Leben eröffnet

Die Fotoausstellung “Queer im Museum – Lesben, Schwule und trans* Personen in Mecklenburgs Landesgeschichte” ist diesen Freitag online gegangen. In zehn digitalen Räumen werden Themen wie “heimliche Ehen” bis hin zu den ersten öffentlich sichtbaren Treffpunkten für lesbische Frauen nach 1990 berichtet. Die Ausstellung basiert auf einem mehrjährigen Projekt, an dem viele Menschen mitgearbeitet haben. Einige der Inhalte sind seit Juni 2020 fester Bestandteil der landeskundlichen Dauerausstellung der Stiftung Mecklenburg in Schwerin.

Mehr Diversität in deutschen Filmen?

Die Ufa will in ihren Film- und Fernsehproduktionen die in Deutschland lebenden Menschen realistischer abbilden. Spannend ist dabei, dass 50% mehr Frauen in Film- und Fernsehproduktionen integriert werden sollen, aber nur 25% mehr Menschen mit Migrationshintergrund. Zu queeren Figuren wurde sich gar nicht geäußert.

Gleichzeitig wolle man nicht nur vor der Kamera für mehr Diversität sorgen; auch hinter den Kulissen soll es künftig mehr Frauen, Schwarze und People of Color geben.

Entschädigung für queere Soldat_innen beschlossen

Es gibt auch wieder neues von der Regierung: Diskriminierte queere Soldat_innen sollen mit einer “symbolischen Summe” (3.000 Euro) entschädigt werden. Die Entschädigung soll an Soldat_innen gehen, die wegen ihrer “sexuellen Identität” entlassen, nicht mehr befördert oder nicht mehr mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut wurden. Das gilt sowohl für Bundeswehrsoldat_innen als auch für Angehörige der ehemaligen Volksarmee der DDR.

Interessant ist, dass mit nur 1.000 Betroffenen gerechnet wird, die eine Entschädigung beantragen wollen. Zudem stellt sich die Frage, womit besagte 3.000 Euro aufgewogen wurden. Waren das ähnliche Rechensätze wie beispielsweise bei Hartz4? Wie genau wandelt man Erniedrigung und Arbeitslosigkeit in Euros um?
Wer die Frage beantworten kann, kann es mich gern wissen lassen! 🙂

Queeres Zentrum für Wiesbaden?

Aktuell gibt es eine Kampagne in Wiesbaden, bei der für ein queeres Zentrum geworben wird. Ein erster Konzeptentwurf wurde bereits entwickelt. Interessierte können zum Vorhaben insgesamt oder einzelnen Aspekten Stellung beziehen, Vorschläge machen und in Austausch kommen. So sollen möglichst viele Menschen erreicht werden, damit sie an der Gestaltung “ihres” Queeren Zentrums teilhaben können.

Geldstrafe für das Hissen der Regenbogenflagge

Zwei Mitglieder der Punkband Pussy Riot sind zu Geldstrafen verurteilt wurden, weil Maria Aljochina und Veronika Nikulschina am 68. Geburtstag von Wladimir Putin Regenbogenflaggen an der Präsidialverwaltung und am Kulturministerium in Moskau angebracht hatten. Verstoßen hätten die beiden dabei gegen “die Störung der öffentlichen Ordnung”. Sinn der Aktion war jedoch, auf das queerfeindliche Klima in Russland aufmerksam zu machen!

Coming Out der Woche

Kwon Do Woon hat sich auf Instagram als schwul geoutet. Er ist damit der erste offen schwule Trot Sänger in Südkorea.

Das wars für den vorletzten Monat des Jahres 2020.

Passt auf euch auf und kommt gut durch den Dezember!

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