Hallo und herzlich Willkommen zur├╝ck zu COME IN WEEKLY!

Es ist wieder einiges in der queeren Welt passiert, also legen wir gleich los ­čÖé

 

Zu allererst eine lokale Erinnerung:

In der ersten COME IN WEEKLY wurde der Film “Call Me By Your Name” vorgestellt. Genau dieser Film startete Anfang M├Ąrz in den deutschen Kinos und kann in Magdeburg aktuell noch im Moritzhof gesehen werden.

Laut der offiziellen Homepage des Moritzhofs gibt es noch vier Vorstellungen, bevor der Film durch einen anderen ersetzt wird. Solltet ihr ihn also noch nicht gesehen haben, wird es h├Âchste Zeit! Die letzte Vorstellung l├Ąuft am 14.3 um 17.45 Uhr.

 

 

Bleiben wir doch noch kurz beim Thema Filme …

Diese Woche wurden auch die Oscars verliehen! Unter anderem war “Call Me By Your Name” nominiert und r├Ąumte tats├Ąchlich auch eine der begehrten Troph├Ąen f├╝r das beste adaptierte Drehbuch ab – Ein Gewinn f├╝r die queere Community!

Neben dem Gewinn des Coming-Of-Age-Films gewann auch “Eine fantastische Frau ÔÇô Una mujer fant├ística”┬áals bester fremdsprachiger Film. In dem Film geht es um eine Transfrau, die als Kellnerin arbeitet und┬ánach dem pl├Âtzlichen Tod ihres ├Ąlteren Freundes um ihr Recht auf Trauer k├Ąmpfen muss.┬áDie Hauptdarstellerin Daniela Vega, die selbst trans ist, schrieb au├čerdem Geschichte, da sie als erste Trans-Schauspielerin bei den Oscars als Moderatorin auftrat. Sie stellte den Song “Mystery of Love” aus dem Film “Call Me By Your Name” vor, der als bester Orginalsong nominiert war.

 

Von Hollywood nach Berlin und somit zum deutschen Parliament …

Die S├╝ddeutsche Zeitung hat sich letzte Woche einmal genau die Aufstellung der deutschen Abgeordneten angeschaut und festgestellt: Bei 709 Mitgliedern im Deutschen Bundestag sollte es – geht man nach der zehn-Prozent-Regel – wenigstens 70 queere Parlamentarier*innen geben.

Geht man nach der allgemeinen Repr├Ąsentation der deutschen Einwohner*innen m├╝ssten 7,3% nicht-heterosexuell sein, was bei 709 Mitgliedern genau 52 Politiker*innen w├Ąren.

F├╝r den einen oder anderen nun vielleicht ├╝berraschend: 43 der 709 Abgeordneten identifizieren sich als nicht-heterosexuell. Somit fehlen “nur” neun weitere Personen, um die deutsche queere Bev├Âlkerung zu repr├Ąsentieren. Bei Frauen, Alten, Jungen, Migranten, Muslimen, Menschen mit Behinderung oder mit Hauptschulabschluss, Alleinstehenden sowie Dorfbewohnern sieht das allerdings leider ganz anders aus.

Was jedoch hei├čt das genau? Von den 709 Politiker*innen haben nur 280 den detaillierten Fragebogen zur├╝ckgeschickt; viele sind nicht geoutet oder haben ├╝berhaupt nicht an der Umfrage der SZ teilgenommen. Auch sagt das nicht sonderlich viel ├╝ber die Vertretung von LSBTTIQ*-Rechte aus. Immerhin gibt es seit der Bundestagswahl 2017 Alice Weidel, die zwar lesbisch ist, aber aktiv gegen die Ehe f├╝r alle vorgeht.

Ich frage mich ja, was ihre Ehefrau davon h├Ąlt.

 

Zum Schluss nochmal ein kleiner Ausflug nach Amerika und in die dortige Politik:

Die Diskriminierung von Transpersonen ist in den USA nach einem B├╝rgerrechtsgesetz aus dem Jahr 1964 verboten. Das hat ein Bundesberufungsgericht in Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) am Mittwoch entschieden. Der “United States Court of Appeals for the Sixth Circuit” hatte ├╝ber einen Fall eines Bestattungsinstituts in Garden City (US-Bundesstaat Michigan) entschieden, das eine Trans-Mitarbeiterin wegen ihrer Geschlechtsidentit├Ąt fristlos gefeuert hatte.

Das Unternehmen, das Aimee Stephans zuvor angestellt hatte, hatte sie 2013 gefeuert, nachdem sie sich outete. Die Begr├╝ndung ihres Chefs war, dass “das Geschlecht einer Person unab├Ąnderbar und gottgegeben” sei.

2016 wurde schon mal ├╝ber den Fall entschieden – Damals, mit Hilfe eines von George W. Bush ernannten Juristen – bekam der christliche Arbeitgeber Recht. Aimee sei eine “erhebliche Belastung” f├╝r das Unternehmen. Nun aber haben drei Richterinnen in Cincinnati die Auffassung einstimmig zur├╝ckgewiesen.┬á

In “Title VII” des B├╝rgerrechtsgesetzes wird unter anderem auch das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes festgelegt; darunter w├╝rde das Merkmal Geschlechtsidentit├Ąt fallen und somit sei es f├╝r Christen keine “substanzielle Bedeutung”, Trans-Arbeiternehmer*innen zu besch├Ąftigen.

Allerdings ist die Entscheidung noch nicht endg├╝ltig – der Supreme Court in Washington wird wohl noch das letzte Wort haben.┬á

 

Das wars erstmal wieder mit COME IN WEEKLY.

Bleibt mir gesund! ­čÖé

 

Bis n├Ąchste Woche,

Min.┬á🌈

Dieser Beitrag kann pers├Ânliche Meinung des Autors enthalten, die nicht automatisch die Meinung des Jugendtreffs┬á COME IN sein muss.

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