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Ausgabe 02/2021

Hallo und herzlich Willkommen zurück zu QZIN – eurem queeren Nachrichtenblog.

Wie ihr sehen könnt, sind wir mit dem Rebranding jetzt durch und WEEKLY ist ab sofort dauerhaft QZIN. Da die letzten zwei Wochen wieder einiges passiert ist, fangen wir gleich mit den neuesten Nachrichten für euch an.

Viel Spaß beim Lesen!

Deutschland verbietet unnötige Operationen an intergeschlechtlichen Kindern

Am 25. März hat der Bundestag das “Gesetz zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung” beschlossen. Mit diesem Gesetz sollen vorerst unnötige „angleichende“ Operationen an intergeschlechtlichen Kindern verboten werden.

FDP, Linke und Grüne fanden jedoch, dass das Gesetz nicht weit genug reicht: Das Schutzniveau sei zu gering und der Rechtsschutz zu verkürzt. Verbote können umgangen werden, da nur Kinder mit der medizinischen Diagnose “Variante der Geschlechtsentwicklung” geschützt werden sollen, Eltern oder Ärzt*innen dazu verleiten könnte, die Kinder aus dem Anwendungsbereich hinauszudefinieren. Notwendig sei außerdem eine Beratungspflicht für Erziehungsberechtigte, die mit dem Thema oftmals überfordert seien und ihr intergeschlechtliches Kind fälschlicherweise für krank hielten, notwendig.

Ob die entsprechenden Gesetze mit einer neuen Bundestagfraktion angepasst werden, ist fraglich.

Deutsche Gerichte halten Ungleichbehandlung von queeren Eltern für verfassungswidrig

Wie QZIN bereits berichtete, werden in Deutschland immer noch queere Eltern, die als (lesbische) Mütter gelesen werden, stark diskriminiert. Jedoch haben sich mehrere Elternpaare zusammengetan und sind gegen Regelungen wie Beratungszwang und Stiefkindadoption vors Gericht gezogen.

Das Oberlandesgericht Celle sowie das Kammergericht Berlin haben nun beschlossen, dass diese Ungleichbehandlung verfassungswidrig ist!

Durch die Anerkennung der Verfassungswidrigkeit wird die Ungleichbehandlung ans Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Die Hoffnung, dass queere Elternteile automatisch beide anerkannt werden, bleibt.

Erste trans Frau als US-Staatssekretärin ernannt

Auch über Rachel Levine haben QZIN und GOQUEER bereits berichtet: Rachel Levine war bisher Gesundheitsministerin im US-Bundesstaat Pennsylvania und Professorin für Kinderheilkunde und Psychiatrie am Penn State College of Medicine.

Nachdem Joe Biden sie als mögliche Kandidatin für den Posten als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium nominiert hat, ist sie in der vergangenen Woche mit 52 Stimmen zur US-Staatssekretärin gewählt worden. Neben ihren Posten ist sie außerdem im Vorstand der LSBTIAAPQ+ Organisation „Equality Pennsylvania“.

Protest gegen Segnungsverbot

Mehr als 200 Theologieprofessor_innen aus dem deutschen Sprachraum protestieren in einer Stellungnahme gegen das vom Vatikan erlassene Segnungsverbot für queere Paare. Die Erklärung der römischen Glaubenskongregation diskriminiere queere Menschen – von dieser Position distanzieren sich die Theologieprofessor_innen öffentlich.

In vielen Gemeinden gäbe es mittlerweile schon Segnungsfeiern für queere Paare

Medientipp der Woche: Ride or Die
Triggerwarnung Häusliche Gewalt

Da es leider kein neues Coming Out gab, gibt es dieses Mal einen Medientipp der Woche:

Die japanische Mangaserie Gunjō wurde als Netflixfilm umgesetzt! Der Film heißt nun „Ride or Die“ und handelt von zwei ehemaligen Klassenkameradinnen, die aufgrund immer wiederkehrender häuslicher Gewalt zueinanderfinden.

Die Synopsis liest sich – ohne spoilern zu wollen – ein wenig blutig, was nicht weiter verwunderlich ist, da der Film als „psychologisches Thriller-Drama“ bezeichnet wird.

Wer also starke Nerven hat, kann sich ab dem 15. April „Ride or Die“ auf Netflix anschauen!

Das wars mit der 2. Ausgabe der QZIN.
Wir sehen uns in 2 Wochen wieder!
Bis dahin, passt auf euch auf.

Min. 🌈



 

 

 

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